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Naturkindergarten verabschiedet zukünftige Schulkinder

Auch in diesem Jahr gab es für die zukünftigen Schulkinder des Naturkindergartens wieder ein ganz besonderes Erlebnis – sie durften ihren Wald einmal bei Nacht erleben.
Am vergangenen Freitag wurden die 6 Waldkinder bei einem kleinen Sommerfest offiziell aus dem Kindergarten verabschiedet – 3 schöne und erlebnisreiche Jahre in Wald und Wiesen liegen hinter ihnen. Der Wald ist ein Stück weit ihr zu Hause geworden. Und so freuten sich auch alle mächtig auf den Höhepunktes ihrer Kindergartenzeit – die Übernachtung im Wald!
Zur Begrüßung hatten die Waldkinder ein Lied mit ihren Rhythmus-Instrumenten einstudiert und hießen alle Gäste mit Gesang, Trommeln, Rasseln und Klanghölzern willkommen. Dann wurden feierlich Geschenke überreicht und jedes Kind musste über einen Balken balancieren und symbolisch in die Schule springen.
Nun war es Zeit für eine Stärkung am leckeren Büfett. Nachdem es auch für die Erzieherinnen und Erzieher Geschenke und liebe dankende Worte der Eltern gab, verabschiedeten sich alle mit einem gemeinsamen Lied voneinander und die Waldnacht konnte kommen. Zuerst wurde rund um das Indianer-Tipi ein kleines ‚Zelt-Dorf‘ aufgebaut und die Kinder vergnügten sich mit ihrer Praktikantin beim Federball-Spielen. Doch – was waren das für ungewöhnliche Geräusche im Wald? Klänge von Hörnern erweckten die Neugierde der Kinder. Dem musste auf den Grund gegangen werden und so machten sich die sechs auf, um herauszufinden, woher die Klänge stammen könnten. Beim Forstamt wurden sie schließlich fündig – hier probte ein Gruppe mit Jagdhörnern und die Kinder schauten und hörten gebannt eine Weile zu und würdigten die Musiker mit begeistertem Applaus.
Wieder zurück am Bauwagen gab es im Tipi, Würstchen und Brot als Stärkung für die Nacht. Im Wald war es jetzt schon ganz schön dunkel geworden und das ein oder andere Gähnen konnte nicht verborgen werden. Als es jedoch hieß ‚Wir könnten ja noch auf ‚Schatzsuche‘ gehen, waren alle wieder hellwach. Ganz ohne Taschenlampen, folgten die kleinen mutigen Waldkinder nun ‚ganz Ohr‘ leisen Klängen, die ihnen den Weg zu einem Schatz wiesen. Sie stellten überrascht fest, wie gut man doch ohne künstliches Licht, nur vom Mondschein begleitet, im nächtlichen Wald unterwegs sein kann.
Nach diesem aufregenden Abschluss krochen alle glücklich und müde in ihre Zelte.
Die Nacht war kurz und schon früh am Morgen lockte der Gesang der Vögel die kleinen Abenteurer wieder aus ihren Zelten.
Sie warteten aufgeregt auf ihre Eltern, die zum gemeinsamen Frühstück in den Wald kamen. Es gab viel zu erzählen und alle hätten gern noch eine weitere Nacht im Wald verbracht!